{"id":9364,"date":"2018-09-21T18:40:36","date_gmt":"2018-09-21T16:40:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cattiva-brunsviga.de\/wordpress\/?page_id=9364"},"modified":"2018-09-21T19:07:40","modified_gmt":"2018-09-21T17:07:40","slug":"anstosszeiten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.cattiva-brunsviga.de\/wordpress\/?page_id=9364","title":{"rendered":"Anstosszeiten"},"content":{"rendered":"<p>Bereits in der Saison 2000\/01 kam es mit der Gr\u00fcndung des Fanb\u00fcndnisses \u201ePro 15:30\u201c erstmals in der Geschichte der Fankultur in Deutschland zu einem gro\u00dfen, \u00fcberregionalen Protest. Thematisiert wurde die Zerst\u00fcckelung des Spieltages auf vier Tage mit jeweils einer Anstosszeit (Fr-Sa-So-Mo). Es wurden Vertreter der Initiative zur DFL geladen, Versprechungen gemacht und Erwartungen geweckt, die nicht eingehalten wurden. Seit nunmehr \u00fcber 16 Jahren fanden regelm\u00e4\u00dfig derartige Gespr\u00e4che mit Verbandsvertretern statt, die Protestbanner in den Stadien sind, oft besonders bei Montagsspielen der 2. Liga, vielen Fernsehzuschauern bekannt.<\/p>\n<p>Dementsprechend sahen sich DFL und DFB in der Zwischenzeit immerhin gezwungen, \u00f6ffentlich Erkl\u00e4rungen zu den Hintergr\u00fcnden der Terminierungen abzugeben. So werden f\u00fcr die weiter vorangeschrittene Zerst\u00fcckelung der Spieltage vor allem vermeintliche finanzielle Zw\u00e4nge angef\u00fchrt, die Mehreinnahmen aus der TV-Vermarktung notwendig machen. Als im Juni 2016 die neuen TV- Vertr\u00e4ge \u00f6ffentlich wurden, drehten sich die durchweg positiven Bewertungen der Verantwortlichen in erster Linie um den Erhalt der internationalen Konkurrenzf\u00e4higkeit der Bundesliga und um das mutma\u00dflich tolle Paket f\u00fcr das TV-Publikum. Kein Wort zu den Auswirkungen auf die Fans in den Stadien. Kein Wort zu den Auswirkungen auf den Amateurbereich.<\/p>\n<p>Doch die daraus resultierende gestiegene Anzahl an Spielen die nicht mehr an einem Samstag stattfinden, stellen Fans, die ihre Mannschaft im Stadion unterst\u00fctzen wollen, zunehmend vor Herausforderungen. Dies gilt insbesondere f\u00fcr Fans der jeweiligen Gastmannschaft. Verst\u00e4rkt wird dies noch durch angebliche sicherheitsrelevante Aspekte oder Drittveranstaltungen in den Stadien, die, so die Verb\u00e4nde, die Einhaltung der sogenannten \u201e300km-Regel\u201c oftmals nicht m\u00f6glich machen. Noch hinzu kommt die oft sehr kurzfristige zeitgenaue Ansetzung der Spieltage, was eine notwendige rechtzeitige Planung der Anreise unn\u00f6tig erschwert.<\/p>\n<p>Doch neben den Fans in den Stadien ist auch der Amateurbereich betroffen. W\u00e4hrend fr\u00fcher der Sonntag den Amateuren vorbehalten war, treten diese heute in einen ungleichen Kampf mit den Profiligen. Zuschauer und aktive der Amateurvereine m\u00fcssen sich inzwischen h\u00e4ufig zwischen Ihren lokalen Teams und dem Spiel Ihres Lieblingsvereins der 1. oder 2. Bundesliga entscheiden, egal ob als regelm\u00e4\u00dfiger Stadionbesucher oder TV-Zuschauer. Dass die Entscheidung hier oft zum Nachteil f\u00fcr den Amateurklub ausf\u00e4llt, sehen wir langfristig als gro\u00dfe Gefahr f\u00fcr den Fussball als Breitensport.<\/p>\n<p>In der Summe hat sich die Situation also trotz eines mehr als 16 Jahre andauernden Protestes, welcher von zahlreichen Gespr\u00e4chen und gegenseitigen Erkl\u00e4rungen begleitet wurde, aus der Perspektive der Fans nur noch weiter verschlechtert. Schlimmer noch ist jedoch, dass ein Ende dieses Prozesses l\u00e4ngst nicht in Sicht zu sein scheint.<\/p>\n<p>Wir sind nicht bereit diesen Weg weiterhin mitzugehen.<\/p>\n<p>Wir fordern die DFL, den DFB und die Vereine letztmalig auf, die Interessen der Fans im Stadion endlich mindestens gleichwertig zu den Interessen der medialen Vermarktung zu behandeln. Die Fans im Stadion sind bedeutender Bestandteil der Attraktivit\u00e4t des deutschen Fu\u00dfballs. Wir fordern die Verantwortlichen auf, diese Tatsache nicht nur anzuerkennen, sondern den Stadionbesuch auch dementsprechend mit fanfreundlichen Anstosszeiten zu f\u00f6rdern, anstatt ihn durch die Zerst\u00fcckelung und Fokussierung auf die TV-Vermarktung nachhaltig zu besch\u00e4digen. Anstosszeiten m\u00fcssen wieder an den Interessen der Fans im Stadion ausgerichtet werden. In letzter Konsequenz hemmen die Verantwortlichen andernfalls genau das, was sie im Fernsehen so gerne vermarkten: Volle Stadien, gute Stimmung und Emotionen.<\/p>\n<p>Wir fordern daher folgende Sofortma\u00dfnahmen:<\/p>\n<ul>\n<li>ein Ende s\u00e4mtlicher Diskussionen und Denkspiele \u00fcber eine weitere Spieltagszerst\u00fcckelung, ein klares Bekenntnis dazu, dass die Grenze des Zumutbaren erreicht ist<\/li>\n<li>die konsequente Einhaltung der sogenannten \u201e300km-Regel\u201c, wonach die Spielorte zweier Vereine die nicht an einem Samstag gegeneinander spielen, maximal 300km voneinander entfernt liegen sollen<\/li>\n<li>DFB und DFL verpflichten sich zeitgenaue Ansetzungen ab sofort nicht sp\u00e4ter als 4 Wochen vor dem jeweiligen Spieltag bekannt zu geben<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zur Saison 2021\/22 (Neuausschreibung der TV-Rechte) fordern wir:<\/p>\n<ul>\n<li>die Abschaffung der \u201eMontagsspiele\u201c<\/li>\n<li>kein Anpfiff vor 14 Uhr an Samstagen und Sonntagen<\/li>\n<li>am Freitag kein Anpfiff vor 19:30 Uhr<\/li>\n<\/ul>\n<p>Langfristige Zielsetzung<\/p>\n<p>Wir fordern alle Beteiligten dazu auf, eine Strategie zu erarbeiten, wie der Spieltag trotz notwendiger Fernsehvermarktung auf m\u00f6glichst wenig Anstosszeiten am Wochenende (Samstag\/Sonntag) verteilt werden kann. Teil dieser Strategie muss es sein, den Fussball, auch im Eigeninteresse der Vereine, weniger abh\u00e4ngig von den Geldern der TV-Vermarktung zu machen. Wir fordern ein klares Bekenntnis zu je einem \u201eKernspieltag\u201c f\u00fcr die oberen drei Ligen. An diesem sollen mindestens 2\/3 aller Spiele des jeweiligen Spieltages zeitgleich ausgetragen werden. Wir fordern die Beteiligten zu einem klaren Bekenntnis dazu auf, dieses Ziel innerhalb der n\u00e4chsten zwei Neuausschreibungen der TV-Rechte erreichen zu wollen, zur\u00fcck zu einem Spieltag, der diesen Namen auch verdient.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits in der Saison 2000\/01 kam es mit der Gr\u00fcndung des Fanb\u00fcndnisses \u201ePro 15:30\u201c erstmals in der Geschichte der Fankultur in Deutschland zu einem gro\u00dfen, \u00fcberregionalen Protest. Thematisiert wurde die Zerst\u00fcckelung des Spieltages auf vier Tage mit jeweils einer Anstosszeit (Fr-Sa-So-Mo). 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