{"id":1878,"date":"2013-02-28T22:59:29","date_gmt":"2013-02-28T20:59:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cattiva-brunsviga.de\/wordpress\/?p=1878"},"modified":"2013-03-01T11:16:41","modified_gmt":"2013-03-01T09:16:41","slug":"warum-der-konflikt-mit-ub01-kein-ende-nimmt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cattiva-brunsviga.de\/wordpress\/?p=1878","title":{"rendered":"Warum der Konflikt mit UB`01 kein Ende nimmt \u2026"},"content":{"rendered":"<p>Es ist ja nicht so, dass wir im Moment nichts zu tun h\u00e4tten \u2013 im Gegenteil: Dem sportlichen Erfolg sei Dank stehen Planungen f\u00fcr einen hoffentlich unvergesslichen Sommer ins Haus, die unsere volle Aufmerksamkeit verdienen und besitzen. Dennoch sahen wir uns am vergangenen Wochenende erstmals der Situation ausgesetzt, von der sogenannten \u201eInitiative gegen (rechte-) Hooliganstrukturen\u201c, hinter der sich niemand anderes als die Gruppe &#8222;Ultras&#8220; Braunschweig 2001 und ihre Freunde verbergen, \u00f6ffentlich angegriffen zu werden. Auch wenn diese Gruppe unsere Aufmerksamkeit nicht ansatzweise verdient hat, wollen wir ihr Feilen an der eigenen Legende: \u201eWir sind ausgegrenzt, weil wir uns antifaschistisch engagieren\u201c, nicht unkommentiert lassen.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst etwas Grunds\u00e4tzliches: Zugegeben, wir rennen nicht st\u00e4ndig mit plakativen \u201eGegen-Irgendwasismus\u201c durch das Stadion. Dennoch m\u00fcssen wir UB eindeutig widersprechen: Ja, auch wir sind im Stadion sehr wohl politisch und uns unserer Verantwortung mehr als bewusst! Wir gehen deutlich gegen politische \u00c4u\u00dferungen\/Ges\u00e4nge vor, tolerieren auch keinen politischen Extremismus und sehen es als selbstverst\u00e4ndlich an, dass wir eine antirassistische Grundhaltung an den Tag legen. Wir verzeihen UB, dass man dies als Sitzplatz-&#8222;Ultras&#8220; in der Nordkurve vielleicht nicht so mitbekommt. Dennoch h\u00e4tte dem einen oder anderen vielleicht doch auffallen k\u00f6nnen, dass das seinerzeit von UB eingef\u00fchrte Lied \u201eStadt XY \u2013 ihr Zigeuner\u201c im Stadion keine Plattform mehr findet. Wohlgemerkt, nachdem wir gemeinsam mit dem Verein, dem Fanprojekt und weiteren Eintracht-Fans, welche der Volksgruppe der Sinti und Roma angeh\u00f6ren, einen Diskussionsabend hatten. Ein Freundschaftsspiel gegen eine afrikanische Kirchengemeinde, unser soziales Engagement f\u00fcr diverse karitative Einrichtungen und das Engagement im antirassistischen B\u00fcndnis ProFans sind weitere Beispiele, die eine deutliche Sprache sprechen sollten. Auch UB sollte langsam mal einsehen, dass man nicht zwangsl\u00e4ufig ein Mitglied in irgendeinem Antifa-Network sein muss, um demokratische Grundwerte zu leben. Dass dies aber offenbar nur schwer zu begreifen ist, d\u00fcrfte erkl\u00e4ren, weshalb nun krampfhaft versucht wird, uns in eine rechte Ecke zu dr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Denn eigentlich ist doch hinl\u00e4nglich bekannt, dass die \u201eLovestory\u201c zwischen UB vs. Cattiva keine politisch motivierte \u201eRomanze\u201c ist. Um dies nochmal verdeutlichen, wollen wir uns nun mal dem eigentlichen Grund n\u00e4hern &#8211; dabei aber auch absolut klar stellen, dass es wahrlich nicht unsere Art ist, derartige Dinge \u00f6ffentlich bekannt zu machen. Da UB aber mittlerweile aus jeder Disko-Schubserei einen politisch motivierten Mordversuch konstruiert, werden wir nun exemplarisch auch selbst drei nachweisbare Beispiele nennen:<\/p>\n<p>1.) Einige Mitglieder, welche sich im Umfeld von UB aufhielten und zur\u00fcck in den Block 9 bzw. zu Cattiva wollten, bekamen von UB-Mitgliedern Hausbesuche und wurden aufgefordert ihre alten Gruppenklamotten abzugeben. Einer wurde auf dem Nachhauseweg abgefangen und der Rucksack samt Geldb\u00f6rse geklaut. Ein Ermittlungsverfahren, welches die Eltern des Betroffenen eingeleitet haben, kann diesen Vorfall best\u00e4tigen \u2013 die Anzeige wurde unserer Bitte nach zur\u00fcckgezogen, nachdem der Rucksack samt Inhalt wieder auftauchte. Wer in der eigenen Fanszene diesen Weg einschl\u00e4gt, braucht sich \u00fcber eine entsprechende Antwort nicht beschweren und kann auch keine Gegenliebe erwarten. (2009)<\/p>\n<p>2.) UB verfassten einen Brief, welcher durch \u201eDie Linke\u201c u. a. dem Jugendhilfeausschuss der Stadt Braunschweig vorgelegt wurde. In diesem wird uns vorgeworfen, dass wir im Stadion \u201eIm Buchenwald, im Buchenwald, da machen wir die Roten kalt\u201c singen w\u00fcrden &#8211; mit dem Ziel, Gelder f\u00fcr das Fanprojekt einfrieren zu lassen. Ein wohl noch nie geh\u00f6rter \u201eFangesang\u201c, der nicht zuletzt deshalb verwunderte, da wir es doch waren, welche den o.g. Dialog mit den Sinti und Roma-Gruppen f\u00fchrten und entsprechende Konsequenzen zogen. In einer gro\u00dfen Gespr\u00e4chsrunde mit Vertretern des Vereins, des Fanprojektes, der Stadt Braunschweig, UB, der Linken und uns, wurden s\u00e4mtliche Vorw\u00fcrfe deutlich zur\u00fcckgewiesen und den Anwesenden aufgezeigt, wie UB versucht, unsere Gruppe und die Fanszene durch bewusste Falschaussagen in den Dreck zu ziehen. Selbst die Linkspolitiker mussten am Ende einr\u00e4umen, dass nicht nur der angebliche \u201eFangesang\u201c ein haltloser Vorwurf war. Dass sich am Ende der Braunschweiger Sozialdezernent (ein SPD-Politiker!) im Jugendhilfeausschuss klar hinter die bisherige Fanprojektarbeit stellte, d\u00fcrfte uns endg\u00fcltig recht geben. (2010)<\/p>\n<p>3.) Vier Mitglieder bzw. Sympathisanten von UB bedrohten einen jungen S\u00fcdkurvenecho-Verteiler beim Heimspiel am 08.02.13 gegen den VFR Aalen und versuchten so eine Auseinandersetzung zu provozieren, um diese hinterher wahrscheinlich als einen politisch motivierten Angriff auf antifaschistische &#8222;Ultras&#8220; darzustellen. Ein entsprechendes Ged\u00e4chtnisprotokoll liegt dem Verein und dem Fanprojekt vor. (2013)<\/p>\n<p>Diese Liste l\u00e4sst sich unendlich lange fortf\u00fchren, sodass wir problemlos unsere eigene Brosch\u00fcre f\u00fcllen k\u00f6nnten. Die Auflistung soll aber vielmehr verdeutlichen, dass die Abneigung gegen UB`01 nicht an irgendeiner politischen Gesinnung, sondern vielmehr an den unz\u00e4hligen vergangenen, sowie gegenw\u00e4rtigen Aktionen gegen unsere Gruppe und die Braunschweiger Fanszene liegt.<\/p>\n<p>Es sollte zudem verst\u00e4ndlich sein, dass wir alles andere als erfreut dar\u00fcber sind, dass sich neuerdings rivalisierende Ultras u.a. aus Bremen und Hamburg\/St. Pauli in der Nordkurve aufhalten. Hierbei sei der Form halber erw\u00e4hnt, dass dies auch f\u00fcr alle anderen Ultras-Gruppen der Republik gilt, so sie nicht zu den bekannten Freunden geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Auch bleibt es uns grunds\u00e4tzlich ein R\u00e4tsel, wie man sich &#8222;Ultras&#8220; auf die Fahne schreiben kann, dann aber bei jeder noch so banalen Auseinandersetzung eine hochtrabende Stellungnahme verfasst und sich beklagt, wie ausgegrenzt und hilflos man doch sei. Wer meint, dass wir uns durch \u00f6ffentliche Statements ins Hemd machen, der braucht sich auch k\u00fcnftig nicht wundern und beschweren, wenn wir auf UB-Attacken in selbiger Form reagieren und die Gruppe nicht nur mit Missachtung strafen. Wie hei\u00dft es doch so sch\u00f6n: \u201eWer selbst nicht zur Zielscheibe werden m\u00f6chte, sollte erst einmal aufh\u00f6ren, mit Pfeilen zu werfen!\u201c Die f\u00fcnf Euro daf\u00fcr werfen wir gerne ins Phrasenschwein!<\/p>\n<p>Was wir in dieser zugegebenerma\u00dfen etwas polemischer Art und Weise verdeutlichen m\u00f6chten ist, dass unser Problem mit den &#8222;Ultras&#8220; Braunschweig sicher nicht politisch motiviert, sondern dem Verhalten von UB selbst geschuldet ist, welches uns seit sechseinhalb Jahren immer wieder bitter aufst\u00f6\u00dft. Diese haben ihren Statusverlust bis heute offenbar nicht verwunden und suchen krampfhaft nach Mitteln, in die \u00d6ffentlichkeit zu gelangen. Traurig genug, dass ihnen das bisher derart gelungen ist \u2013 denn schlie\u00dflich sollte jedem regelm\u00e4\u00dfigen Stadionbesucher klar sein, dass die Braunschweiger Fanszene ihr Motto \u201eEintracht in Vielfalt\u201c auch wirklich lebt. Es spielt im Stadion n\u00e4mlich keine Rolle, welche Hautfarbe, welcher Nationalit\u00e4t, welchem Geschlecht oder welcher Religion man angeh\u00f6rt &#8211; noch ob man Kutte, Ultr\u00e0, Hool oder einfach Eintracht-Fan ist. Man steht zusammen und unterst\u00fctzt gemeinsam unsere Eintracht. Kommt es zu Konflikten, dann wird dies mit dem FanRat innerhalb der Fanszene aufgearbeitet und gekl\u00e4rt, m\u00f6gliche Konsequenzen inbegriffen. Davon bekommen die Doppelmoralapostel von UB aber leider nichts mit &#8211; wie auch, wenn man sich durch unz\u00e4hlige Aktionen gegen die Fanszene derart ins Abseits schie\u00dft, sich lieber bei eigentlich rivalisierenden Szenen wie St. Pauli oder Bremen ausheult und daher von keinem (!) Teil der gesamten Braunschweiger Fanlandschaft mehr ernstgenommen wird. Entsprechend d\u00fcrfte auch eine Re-Integration von UB in die Fanszene auf lange Sicht weder m\u00f6glich, noch gew\u00fcnscht sein &#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Cattiva Brunsviga im Februar 2013<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist ja nicht so, dass wir im Moment nichts zu tun h\u00e4tten \u2013 im Gegenteil: Dem sportlichen Erfolg sei Dank stehen Planungen f\u00fcr einen hoffentlich unvergesslichen Sommer ins Haus, die unsere volle Aufmerksamkeit verdienen und besitzen. 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