{"id":3172,"date":"2015-03-03T12:19:40","date_gmt":"2015-03-03T10:19:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cattiva-brunsviga.de\/wordpress\/?p=3172"},"modified":"2015-03-03T12:19:40","modified_gmt":"2015-03-03T10:19:40","slug":"profans-pressemitteilung-02-maerz-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cattiva-brunsviga.de\/wordpress\/?p=3172","title":{"rendered":"ProFans Pressemitteilung \u2013 02. M\u00e4rz 2015"},"content":{"rendered":"<p><strong>ProFans &amp; AG Fananw\u00e4lte fordern Abschaffung des 9-Punkte-Plans<\/strong><\/p>\n<p>Das B\u00fcndnis ProFans und die AG Fananw\u00e4lte lehnen das 9-Punkte-Papier ab und fordern den DFB und hierbei namentlich Herrn Vizepr\u00e4sidenten Dr. Koch auf, die darin formulierten Leitlinien f\u00fcr die Sportgerichtsbarkeit zur\u00fcckzunehmen. ProFans stellt dazu fest, dass das 9-Punkte-Papier an allen Fanb\u00fcndnissen vorbei entwickelt und verabschiedet wurde. H\u00e4tten ProFans und die IG Unsere Kurve nicht kritisch beim DFB nachgefragt, w\u00e4re es nie zu einer Diskussion \u00fcber die neuen Leitlinien f\u00fcr das DFB-Sportgericht gekommen. \u201eDies widerspricht massiv unseren Vorstellungen von einem ehrlichen Dialog zwischen Fans und Verb\u00e4nden und stellt insgesamt die Frage, ob der DFB es mit dem Dialog \u00fcberhaupt ernst meint\u201c, so ProFans-Sprecher Alex Schulz. \u201eZumindest bei Teilen im DFB scheint die Einsicht immer noch nicht angekommen zu sein, dass Fans weitaus mehr sind als kommerziell vermarktbare Folklore.\u201c<\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie andere Interessenverb\u00e4nde sieht ProFans in dem 9-Punkte-Papier eine Sprengkraft, die zu gro\u00dfen Problemen zwischen Fans, Vereinen und Verb\u00e4nden f\u00fchren kann. Insbesondere die Forderung nach Denunziantentum innerhalb der Kurven und die Inregressnahme von Einzelpersonen f\u00fcr willk\u00fcrliche und v\u00f6llig unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige DFB-Sportgerichtsstrafen sind nicht akzeptabel und f\u00fcr ProFans auch nicht verhandelbar. Dazu Sig Zelt von ProFans: \u201eDie vom Sportgericht verh\u00e4ngten Strafen korrespondieren nicht mit tats\u00e4chlich entstandenen Sch\u00e4den und operieren au\u00dferhalb der ordentlichen Rechtsprechung in Deutschland. Sie \u00fcbersteigen h\u00e4ufig die Strafen ordentlicher Gerichte um ein Vielfaches. F\u00fcr die Betroffenen kann das existenzvernichtend sein.\u201c Gerade der DFB als gemeinn\u00fctziger Verein darf hier nicht seine Verantwortung f\u00fcr viele Tausende junge und leidenschaftliche Fu\u00dfballfans aus den Augen verlieren.\u201c<\/p>\n<p>ProFans weist daraufhin, dass jeder Verein die M\u00f6glichkeit hat, seine Interessen im Rahmen der staatlichen Gerichtsbarkeit wahrzunehmen. Beschuldigte haben so die M\u00f6glichkeit ihre Interessen selber zu vertreten und eventuelle Strafen entsprechen dem Grundsatz der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit und den wirtschaftlichen M\u00f6glichkeiten der Beschuldigten. Neben einer v\u00f6llig intransparenten Entscheidungsfindung und Strafzumessung ber\u00fccksichtigt die DFB-Sportgerichtsbarkeit diese Aspekte eben nicht. Die Strafe f\u00fcr Rot-Wei\u00df Erfurt im Zusammenhang mit einer Anschlussveranstaltung nach einem Freundschaftsspiel zeigt zudem, dass der DFB auch Angelegenheiten verhandelt, die \u00fcberhaupt nicht in die Zust\u00e4ndigkeit des Sportgerichts fallen. \u201cDass in Erfurt der Verein mit seinen Fans eine legale M\u00f6glichkeit einer Pyroaktion gesucht und gefunden hat, war dem DFB offenbar ein Dorn im Auge. Seit die Verbandsspitzen 2012 das Thema f\u00fcr beendet erkl\u00e4rt haben, passen alternative Konzepte f\u00fcr ein kontrolliertes Abbrennen von Pyrotechnik nicht mehr ins Bild. Die harte Strafe soll vermutlich andere Vereine von \u00e4hnlich konstruktiven Projekten abschrecken\u201d, sagt Jakob Falk von ProFans.<\/p>\n<p>Auch die AG Fananw\u00e4lte hat Bedenken bez\u00fcglich der Rechtm\u00e4\u00dfigkeit der Regressforderung f\u00fcr DFB Sportgerichtsstrafen. \u201eGerade vor dem Hintergrund der von der ordentlichen Gerichtsbarkeit gesprochenen Urteile in Sachen SV Wilhelmshaven gegen den DFB und Pechstein gegen den Eislauf-Weltverband erscheint es fraglich, ob Sportgerichtsurteile rechtm\u00e4\u00dfig sind und zivilrechtlich gegen Privatpersonen durchsetzbar sind\u201c, so Rechtsanwalt Tobias Westkamp von der AG Fananw\u00e4lte. Die AG Fananw\u00e4lte weist daraufhin, dass die bisherige Rechtsprechung in Deutschland keinen Freibrief f\u00fcr den DFB erteilt. Vielmehr ist es so, dass es bis jetzt kein h\u00f6chstrichterliches Urteil gibt und die Gerichte bis dato unterschiedlich urteilten. Dazu Rechtsanwalt Tobias Westkamp: \u201eEntgegen der Darstellung der Verb\u00e4nde besteht hier eine gro\u00dfe Rechtsunsicherheit und es ist fraglich, ob die Weitergabe von Verbandsstrafen an Privatpersonen zul\u00e4ssig ist.\u201c<\/p>\n<p>Neben diesen rechtlich unsicheren Aspekten bleibt zusammenfassend fest zu halten, dass der DFB mit dem 9-Punkte-Papier weiter an der Abschaffung von Freir\u00e4umen und lebendigen Fantrib\u00fcnen arbeitet um ein steriles, vermarktungsfreundliches Medienprodukt voranzutreiben.<\/p>\n<p>ProFans im M\u00e4rz 2015<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.profans.de\/pressemitteilung\/profans-ag-fananwaelte-fordern-abschaffung-des-9-punkte-plans\" target=\"_blank\" class=\"broken_link\">http:\/\/www.profans.de\/pressemitteilung\/profans-ag-fananwaelte-fordern-abschaffung-des-9-punkte-plans<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ProFans &amp; AG Fananw\u00e4lte fordern Abschaffung des 9-Punkte-Plans Das B\u00fcndnis ProFans und die AG Fananw\u00e4lte lehnen das 9-Punkte-Papier ab und fordern den DFB und hierbei namentlich Herrn Vizepr\u00e4sidenten Dr. Koch auf, die darin formulierten Leitlinien f\u00fcr die Sportgerichtsbarkeit zur\u00fcckzunehmen. 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