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Für eine faire Verteilung der TV Gelder 

25. November 2020

Im Frühling sahen sich die Fußballvereine der ersten beiden Ligen ob wirtschaftlicher Zwänge in der Not, den Spielbetrieb schnellstmöglich wieder aufzunehmen. Die zügige Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber den TV-Sendern wurde als einzige Möglichkeit ins Feld geführt, um einen wirtschaftlichen Kollaps des Systems Profifußball in Deutschland zu verhindern.

Um hierfür während noch unklarer Pandemielage für Verständnis zu werben, zeigten sich Vereine und Verbände selbstkritisch. Es gebe Fehlentwicklungen, man könne nicht so weitermachen, es brauche neue Rahmenbedingungen für den Fußball. 

Dann rollte der Ball wieder, die Saison ging zu Ende, die nächste Spielzeit begann. Reformen? Fehlanzeige! Wenigstens ein Grundsatzbeschluss, der den Willen zur Veränderung bekundet? Fehlanzeige!

Stattdessen Schweigen im Walde bei den großen Protagonisten des „Re-Start“.

Nun steht die Entscheidung über die künftige Verteilung der Einnahmen aus der nationalen und internationalen TV-Vermarktung bevor. Hier hören wir nun endlich einige reformwillige Stimmen aus dem Ligaestablishment. Diese Stimmen sind auch verdammt wichtig. Doch noch bleiben die Forderungen hinter den bekannten Erwartungen vieler Fans, wie dem detaillierten Konzept von „Zukunft Profifußball“, zurück. Die Neuverteilung der TV-Gelder ist gleichzeitig ein Test, ob die Worte im Frühjahr die erwartete Nebelkerze oder doch ehrlich gemeint waren. Eine deutlich gleichmäßigere Verteilung der TV-Gelder kann nicht alle Fehlentwicklungen der letzten 30 Jahre rückgängig machen, aber sie ist ein erster Schritt in Richtung substanzieller Veränderungen. Weitere Reformen zur Förderung eines ausgeglicheneren Wettbewerbs, aber auch eines nachhaltigen Wirtschaftens müssen folgen.

Der Ball befindet sich nach wie vor bei den Funktionären der Vereine und Verbände. Wenn der Fußball als gesamtgesellschaftliches Ereignis eine Perspektive haben soll, tun diese gut daran, die Vorschläge aus den Kurven endlich ernst zu nehmen und als Auftrag zu begreifen.

Fanszenen Deutschlands am 25.11.2020

 

 

Eintracht hilft: Blau-Gelbe Einkaufshelfer zukünftig wieder im Einsatz

10. November 2020

Bestellungen immer mittwochs möglich

Vom 20. März bis zum 20. Juli waren die blau-gelben Einkaufshelfer unterwegs, um für Angehörige von Corona-Risikogruppen einzukaufen und sie bei der Medikamentenversorgung zu unterstützen. Organisiert vom Projektverbund „Eintracht hilft“ – bestehend aus der Fanabteilung des BTSV, dem FanRat Braunschweig e.V., der Ultrà-Szene – BTSV Eintracht 1895 und der Fanbetreuung von Eintracht Braunschweig waren die blau-gelben ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und der Stadtverwaltung im Stadtgebiet Braunschweig und im Umland über 600-mal im Einsatz, um beim Einkaufen und bei der Rezept- und Medikamentenbeschaffung für Mitbürger aus Risikogruppen zu helfen.

Bedingt durch die steigende Nachfrage aufgrund der Zunahme der Infektionszahlen und der aktuellen Corona-Verordnung, hat sich das Bündnis „Eintracht hilft“ dazu entschieden, die Einkaufsunterstützung wieder anzubieten. Der Start erfolgt am Mittwoch, dem 11. November 2020.

„Vor allem aus dem Bereich unserer Stamm-Besteller haben uns viele Bitten erreicht, die blau-gelbe Einkaufshilfe wieder anzubieten. Unsere Ehrenamtlichen sind hochmotoviert und die bewährte Struktur einsatzbereit, deshalb freuen wir uns, dass die blau-gelbe Einkaufshilfe gemeinsam mit unserem bewährtem Ernährungspartner Edeka im BraWoPark und der Nibelungen-Apotheke zunächst einmal pro Woche wieder an den Start geht“, teilen die Vertreter des Projektbündnisses mit.

 

Unterstützung von den blau-gelben Helfern benötigt – so geht‘s:

  • Hotline anrufen unter 0531-2323042
  • Die Hotline ist mittwochs zwischen 10 und 12 Uhr erreichbar
  • Einkaufsliste mit maximalem Bestellwert 100 Euro aufgeben
  • Adresse am Telefon hinterlassen
  • Passendes Bargeld in Briefumschlag bei Übergabe parat halten
  • Die Lieferung erfolgt am Donnerstag nach der Bestellung zwischen 16 und 19 Uhr
  • Das Angebot gilt ausschließlich für Personen, die aufgrund ihres Alters oder aufgrund von Vorerkrankungen zur sog. Risikogruppe gehören
  • Die Hilfe erfolgt zu 100 Prozent ehrenamtlich, es fallen keine weiteren Kosten für die Besteller an


Die Aktion findet in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Braunschweig statt. Um die hygienischen und medizinischen Vorgaben einzuhalten, sind nur kleine Teams unterwegs, die Mund-Nase-Masken und Handschuhe tragen. Die Übergabe der Waren erfolgt kontaktlos. Die ehrenamtlichen blau-gelben Helfer weisen sich beim Besteller mit ihrem Ausweis aus. Damit soll einem eventuellen Missbrauch durch kriminelle Trittbrettfahrer vorgebeugt werden.

Quelle: eintracht.com

Geisterspiele im Eintracht-Stadion

29. Mai 2020

In der Krise beweist sich der Charakter

28. Mai 2020

Nein, der Fußball befindet sich in keiner Krise – lediglich das Geschäftsmodell derjenigen kommt ins Wanken, die sich daran eine goldene Nase verdienen. Und nicht erst jetzt, aber aktuell mit voller Wucht, bekommt der Profifußball den Spiegel vor die Nase gesetzt, mit welcher Missgunst ein großer Teil der Bevölkerung auf den Profifußball blickt. Wir nehmen wahr, dass sich das Produkt Fußball eine Parallelwelt erschaffen hat, welche viele Fußballfans mit ausufernden Transfer- und Gehaltssummen, einer unersättlich wirkenden Gier nach Profit, Korruption bei Verbänden sowie dubiosen und intransparenten Beraterstrukturen (2017/18 ca. 200 Mio. €) in Verbindung setzen.

Wiederaufnahme des Spielbetriebs

Wir mögen aktuell nicht beurteilen und abschätzen können, wann ein vertretbarer Zeitpunkt gewesen wäre, den Ball wieder rollen zu lassen. Wir bewerten jedoch das Verhalten der Vertreter des Profifußballs als anstands- und respektlos, sich in der aktuellen Krisensituation derart aggressiv in den Vordergrund zu drängen. Der Gedanke, dass sich mit genügend Geld und ausreichender Lobbyarbeit Sonderwege bestreiten lassen, lässt sich leider nicht von der Hand weisen. Ein Vorpreschen bei der Inanspruchnahme routinemäßiger Screenings erachten wir als anmaßend, würden uns doch dutzende andere Institutionen einfallen, bei denen verdachtsunabhängige Testungen mehr Sinn ergeben würden. Übel stößt hierbei nicht die generelle Inanspruchnahme von Testkapazitäten auf, sondern weil sich der Profifußball eine soziale Relevanz anmaßt und eine Sonderbehandlung bewirkt, die in keinem Verhältnis zur aktuellen gesellschaftlichen Rangordnung steht. 

Wir hätten vielmehr eine Vorgehensweise erwartet, welche der sozialen Verantwortung und der Vorbildfunktion des Fußballs gerecht wird. 

Veränderungen

„Es steht außer Frage, dass künftig Nachhaltigkeit, Stabilität und Bodenständigkeit zu den entscheidenden Werten gehören müssen“. Zwar zeugt die von der DFL getätigte Aussage durchaus von Selbstkritik, zeigt jedoch gleichzeitig auch, nach welchem Maßstab bisher Entscheidungen getroffen wurden und in welchem Ausmaß man von wirtschaftlichen Interessen getrieben wurde. 

Es ist jetzt, und nicht erst nach überstandener Krise, an der Zeit, über konkrete Veränderungen im Profifußball zu debattieren und Entscheidungen zu treffen:

1.       Wettbewerbsfördernde, ligaübergreifende Verteilung der Fernsehgelder

Der aktuelle Verteilungsschlüssel sorgt dafür, dass die Schere zwischen finanziell starken und schwachen Vereinen immer weiter auseinandergeht. Eine gerechtere Verteilung fördert den sportlichen Wettbewerb und steigert die Attraktivität der Ligen.

2.       Rücklagen

Es muss festgelegt werden, dass die Clubs Rücklagen bilden, um zumindest kurzfristige Krisen jeder Art überstehen zu können, ohne direkt vor der Insolvenz zu stehen. Hierbei muss vor allem Rücksicht auf die e.V.-Strukturen genommen und dafür adäquate Lösungen gefunden werden, ohne diese – ebenso wie 50+1, in Frage zu stellen. Schließlich ist der Verkauf von Substanz zur Rettung der Liquidität genau die Denkweise, die zur jetzigen Krise geführt hat. Daher ist der Umstand, dass die 50+1 Regel zum Teil in Frage gestellt wird, aus unserer Sicht vollkommen unverständlich.

3.       Gehalts- und Transferobergrenzen 

Spielern und Funktionären seien weiterhin wirtschaftliche Privilegien vergönnt. Analog zu Transfersummen sollten jedoch auch diese gedeckelt werden, um aktuelle Auswüchse zu stoppen und dem irrationalen und unverhältnismäßigen Wettbieten entgegenzuwirken.

4.       Einfluss durch Berater beschränken

Rund um die Spieler hat sich ein Netzwerk an Profiteuren gebildet, welches für den Sport in keiner Weise produktiv ist. Dieses muss aufgedeckt, reglementiert und eingeschränkt werden.

Wenn man sich auf der Mitgliederversammlung des eigenen Vereins erklären lässt, wie gering der Bruchteil der teils horrenden Ablösesummen ist, der dem eigenen Verein tatsächlich zu Gute kommt, wird schnell sichtbar, dass an diesem System des modernen Menschenhandels einiges nicht stimmen kann.

Zu hoch sind die Beträge, die bei den Transfererlösen bei den Spielerberatern hängen bleiben, deren Handeln im Interesse ihrer Schützlinge oft durchaus angezweifelt werden darf. Hier ist leider zu vermuten, dass oft der Blick auf den eigenen Gewinn, das „Kasse machen“, im Vordergrund steht und Spieler die Clubs öfter wechseln, als das ihrer eigenen sportlichen Entwicklung zuträglich wäre.

Richtig problematisch wird es dann, wenn sich unter den großen Beratungsbüros kartellartige Strukturen bilden, die mit Absprachen unter der Hand die Transferzahlungen in die Höhe treiben. Der freie Markt aus Angebot und Nachfrage ist dann nachhaltig gestört und es entsteht eine Preisspirale, an der der Profifußball kein Interesse haben kann.

Ebenso muss den verschiedenen Investmentfirmen, welche sich an den Rechten der Spielertransfers beteiligen, ein Riegel vorgeschoben werden. Es darf nicht sein, dass sich Privatpersonen unter dem Deckmantel dieser Firmen die eigenen Taschen füllen und die Verbände die Augen verschließen!

Natürlich ist es in Ordnung und Teil des Wettbewerbes Fußball, wenn gute Spieler gute Gehälter erzielen und entsprechende Transfersummen kosten. Spieler sind (leider) auch eine Handelsware. Die Abartigkeiten, die hier aber in den letzten Jahren gewachsen sind, sind nicht Ausdruck eines gesunden Wettbewerbs.

5.       Kader begrenzen

Durch aufgeblähte Spielerkader lagern die Vereine „Kapital“ auf Ihren Auswechselbänken. Manch ein Verein verpflichtet Spieler nur, damit diese nicht für die Konkurrenz auflaufen können und lässt sie dann auf der Bank oder Tribüne versauen. Vereine, die es sich leisten können, blähen ihre Kader künstlich auf. Dem Motto folgend „was ich habe hat schon mal kein anderer“. Das ist natürlich eine Strategie, gegen die Konkurrenten zu arbeiten. Ob sie sportlich ist, steht auf einem anderen Blatt.

Eine Begrenzung der Anzahl an Spielerleihen ist bereits geplant. Dies gilt es, auf die Reduzierung der Profikader auszuweiten Ein beliebiges Aufstocken mit Nachwuchskräften sollte dennoch jederzeit möglich sein, denn würde es rein um die Absicherung gegen Ausfälle gehen, spricht absolut nichts dagegen, Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen hochzuziehen. In diesem Fall zeugt ein großer Kader mit eigenen jungen Spielern von einer nachhaltigen und guten Nachwuchsarbeit. Dies gilt es in Zukunft vermehrt zu fördern.

Ein „Zusammenkauf“ von Profispielern „auf Halde“ ist grundsätzlich abzulehnen. Das wird nicht zuletzt den Spielern nicht gerecht, deren Entwicklung dadurch nachhaltig gestört wird.

Wir werden genauestens verfolgen, ob auf die eigenen Worten der Verbandsvertreter und von Funktionären, den Fußball ändern zu wollen, auch Taten folgen. Schluss mit Ausreden und Heraufbeschwören von Unmachbarkeitsszenarien. Wir erwarten eine lösungs- und keine problemorientierte Herangehensweise mit transparenten Arbeitsschritten.

Fanszenen Deutschlands im Mai 2020

STOP FOOTBALL – NO FOOTBALL WITHOUT FANS

13. Mai 2020

Wir möchten euch auf ein gemeinsames Statement vieler europäischer Fanszenen aufmerksam machen.
Das Statement wurde unter anderem von der Ultrà-Szene – BTSV Eintracht 1895 unterschrieben.

Im Anhang findet ihr das gesamte Statement inklusive aller Unterzeichner:

DOCUMENTO ULTRAS 2020 INGLESE CORRETTO

STOPFOOTBALL – NOFOOTBALLWITHOUTFANS

Europe is suffering due to the Coronavirus.
Governments have declared the lockdown and everything stopped. Protect the most precious thing we have has now become a requirement: the public health is the first and only aim of everyone.
For this reason, we believe that an absolute stop to European football is more than reasonable.

However, like nothing happened, in some corrupted buildings appeared the crazy idea of ​​shooting matches without supporters. 
And all of this for which reason?/In the name of what? It is more than legitimate to think that it is economic interests that take the field and that once again the supremacy of money steps on the value of human life.
Sports clubs should fully understand the passion that holds thousands of people together, and not just listen to the wolves of business;  they should remember that this passion that is consumed around football is not folklore, but it’s its very essence: the public and supporters are the essential factor of “popular sport” by definition.

Therefore, we strongly ask the UEFA and the national associations to keep the stop and stop the football competitions until crowding the stadiums is once again a habit free of risks for public health.

We fight together to return shoulder to shoulder in the stands, to share joys and sorrows, to sing our love.No to football without supporters!  No to football slave of money! 

*STOPFOOTBALL*   *NOFOOTBALLWITHOUTFANS*
United supporters of Europe.

Offener Brief der Fanabteilung

6. Mai 2020

Fanabteilung bittet um Statement zu Geisterspielen und die aktuelle finanzielle Situation!

Sehr geehrter Herr Ebel, lieber Wolfram (Benz),

am 27.04.2020 nahm Eintracht Braunschweig an einer Video-Konferenz der Drittligisten teil. Wie wir den Medien entnehmen konnten, wurde sich im Rahmen einer Meinungsumfrage für die Austragung von Geisterspielen ausgesprochen, was bei uns zu offenen Fragen geführt hat.

Da wir auch auf Nachfrage bislang keine verbindliche Antwort erhalten haben, uns in den letzten Tagen zusätzlich sehr viele Fans und Vereinsmitglieder angesprochen haben und auf eine transparente Stellungnahme seitens Eintracht Braunschweig warten, bitten wir euch eurer Verantwortung (endlich) nachzukommen.

Viele Fans und Vereinsmitglieder verstehen nicht nur, weshalb sich Eintracht Braunschweig in Zeiten von Kontaktbeschränkungen und Abstandregelung für Geisterspiele ausspricht, sondern haben auch Angst um den finanziellen Fortbestand des Vereins. Gemeinsam mit über 60 weiteren Fan-Clubs und Faninstitutionen haben wir daher am vergangenen Wochenende die Aktion „Ich pfeif auf die Kohle, der Eintracht zum Wohle“ initiiert, um auf die Rückerstattung der Dauerkarten und Tageskarten zu verzichten und zu signalisieren, dass die Bereitschaft unserem Herzensverein in dieser schwierigen Situation zur Seite zu stehen, eine große Anzahl an Unterstützern aufweist, die es sich aktuell finanziell leisten können.

Aber auch hier wünschen wir uns einen Einblick in die aktuelle finanzielle Situation und wie es tatsächlich um unsere Eintracht steht.

Wir bitten euch daher uns transparent und ehrlich die nachfolgenden Fragen zu beantworten:

  • Warum hat sich Eintracht Braunschweig im Rahmen einer Meinungsumfrage unter den Drittligisten für die Fortsetzung der Saison mit Geisterspielen ausgesprochen?
  • Warum hat sich Eintracht Braunschweig vorab kein Meinungsbild der im verstetigten Dialog teilnehmenden Faninstitutionen eingeholt?
  • Womit begründet Eintracht Braunschweig die Sonderstellung des Deutschen Fußballs, trotz bestehender Kontaktbeschränkungen, Abstandsregelungen und das Tragen eines Nase-Mund-Schutzes, Fußballspiele auszutragen? Wie rechtfertigt man dies mit der oft erwähnten „sozialen Verantwortung“? 
  • Wie sieht die aktuelle finanzielle Situation konkret aus und was erwartet Eintracht Braunschweig für die kommende Saison?
  • Wann kontaktiert oder informiert Eintracht Braunschweig seine Dauerkarten- und Tageskarteninhaber über etwaige Verzichts-/Rückzahlungsmöglichkeiten?

Diese besondere Situation können wir nur gemeinsam meistern. Hierbei ist eine offene und transparente Kommunikation seitens Eintracht Braunschweig unumgänglich, um für Klarheit und Verständnis zu sorgen. Als Fanabteilung haben wir in den letzten Wochen bereits federführend Verantwortung in den „Eintracht hilft“-Projekten übernommen – nun stehen wir bereit, auch Verantwortung für die Zukunft unseres Vereins zu übernehmen!

Vielen Dank im Voraus und bleibt vor allem gesund!

Herzliche blau-gelbe Grüße

Der Vorstand der Fanabteilung des BTSV Eintracht von 1895 e.V.

Quelle: https://gesamtverein.eintracht.com/news/offener-brief-an-die-geschaeftsfuehrung-und-das-praesidium/

„Ich pfeif auf die Kohle, der Eintracht zum Wohle!“

2. Mai 2020

Liebe Dauerkarteninhaber, Anhänger und Unterstützer unserer Eintracht!

Für den Verein ist die Corona-Krise eine große wirtschaftliche Herausforderung und es wird diese Saison keine Spiele mehr mit Fans geben. Da die Zuschauereinnahmen für die Clubs der 3. Liga besonders wichtig sind, möchten wir unserer Eintracht auch in dieser besonderen Situation zur Seite stehen und verzichten auf eine Erstattung der Dauerkarten und Tagestickets.

Wenn es euch finanziell möglich ist, unterstützt auch ihr die Aktion „Ich pfeif auf die Kohle, der Eintracht zum Wohle“ und verzichtet auf euren Anspruch.

Seit Jahren ist das soziale und karitative Engagement der Eintracht-Familie beispielhaft und nun gilt es einmal mehr alle Kräfte zu mobilisieren, um unserem Verein unter die Arme zu greifen. Seid ein Teil davon, tragt euch als Unterzeichner dieses Aufrufs ein und lasst uns über die Grenzen des Braunschweiger Landes hinaus aufzeigen, was es bedeutet mit dem „Eintracht-Virus“ infiziert zu sein.

Wer als Unterstützer aufgenommen werden möchte, schreibt bitte eine Mail an: fanabteilung.abteilungsleiter@eintracht.com

Immota Fides – Eintracht Braunschweig

Der Vorstand der Fanabteilung des BTSV Eintracht von 1895 e.V.
Cattiva Brunsviga
Assalto Comando
Schäbige Randgruppe Braunschweig
Zonenrandboys
Rabauken Braunschweig
Daltons Braunschweig
Psycho Clan 98
Liontology Braunschweig
The Wanderers 99
Schaika Braunschweig
Fan-Club Müden/Aller
Yellow Blue Party Crew
Chaos
Les Autres
Eintracht ist alles e.V.
Der Vorstand des Blau-Gelbe Hilfe e.V.
Fan-Club Goslarer Löwen
Braunschweig Family
Braunschweiger Jungs ´95
Exzess Boys Braunschweig
Eintracht Inklusiv
Schluckspechte Braunschweig
Concordia Brunsviga
ULBS
Der Vorstand des FanRat Braunschweig e.V.
Die Blau-Gelben Volkswagenlöwen e.V. 2004
Heinrichs Orden
Schunterlöwen
Nord-Elm Lions 94
Die üblichen Verdächtigen
Cor Leonis
Ballerbus
Trunkenbolde Braunschweig
Local Patriots Braunschweig
Alte Kameraden Braunschweig
Braunschweiger Elche
Sons of Hacky
Elm Asse Löwen
Kellerlöwen Hoiersdorf
Braunschweiger Lümmeln
Wopihalidotri Löwen
Uelzen `81
Society Braunschweig
Verrückte Hühner Braunschweig
MIB-Made in Braunschweig
Tunica Löwen
BTSV Freunde Zweidorf
Aantracht miene Leiwe
BSKALIERT
Fette Beute Jungs
Bewegung 18. Mai
ContiBoys Braunschweig
Emmerstedter Löwen
LöwenCrew Braunschweig
Legendäre Löwen
Fanclub Islelöwen
Brunswick5Paradisos
Funtoms Braunschweig
Wipshäuser Löwen
BS Litros
Aantrachtlöken
Die Mützen Didderse
Freistaat Braunschweig
Fanclub Löwenburg
Fanclub Elvan Power
Lessing Löwen
Splittergruppe Nathan
Fanclub Eintracht Runde
FKB8
Brauschweiger Banausen
Querumer-Löwen

Quarantäne für den Fußball – Geisterspiele sind keine Lösung!

16. April 2020

Die Frage, wann und in welcher Form wieder Profifußball gespielt werden darf, wurde in den vergangenen Tagen und Wochen viel diskutiert. In der nach wie vor teils unübersichtlichen gesellschaftlichen Situation wurden von verschiedenen Akteuren eine Vielzahl ethischer, epidemiologischer und anderer Argumente ins Feld geführt. Im Folgenden möchten wir uns, als bundesweiter Zusammenschluss der Fanszenen und mit Blick auf die DFL-Vollversammlung, zu dem Thema äußern:

Die Wiederaufnahme des Fußballs, auch in Form von Geisterspielen, ist in der aktuellen Situation nicht vertretbar – schon gar nicht unter dem Deckmantel der gesellschaftlichen Verantwortung. Eine baldige Fortsetzung der Saison wäre blanker Hohn gegenüber dem Rest der Gesellschaft und insbesondere all denjenigen, die sich in der Corona-Krise wirklich gesellschaftsdienlich engagieren. Der Profifußball ist längst krank genug und gehört weiterhin in Quarantäne. 

Wir vertreten die klare Position, dass es keine Lex Bundesliga geben darf. Fußball hat in Deutschland eine herausgehobene Bedeutung, systemrelevant ist er jedoch ganz sicher nicht. Beschränkungen, die für vergleichbare Bereiche der Sport- und Unterhaltungsindustrie gelten, müssen auch im Fußball Anwendung finden. In einer Zeit, in der wir alle sehr massive Einschränkungen unserer Grundrechte im Sinne des Gemeinwohls hinnehmen, ist an einen Spielbetrieb der Bundesligen nicht zu denken. Wenn seit Wochen über einen Mangel an Kapazitäten bei CoVid-19-Tests berichtet wird, ist die Idee, Fußballspieler in einer extrem hohen Taktung auf das Virus zu untersuchen, schlicht absurd. Ganz zu schweigen von der Praxis eines Fußballspiels mit Zweikämpfen, eines normalen  Trainingsbetriebes in Zeiten von Versammlungsverboten und eines gemeinsamen Verfolgens potenzieller Geisterspiele durch Fans.

Die Rede von gesellschaftlicher Verantwortung und Pläne für exklusive Testkontingente (über 20.000 Stück) für den Profifußball passen nicht zusammen. Wir verstehen, dass Vereinsfunktionäre durchaus rechtliche Verpflichtungen haben, im Sinne des finanziellen Wohls ihres Vereins zu handeln. In einer Situation jedoch, in der die gesamte Gesellschaft und Wirtschaft vor enormen Herausforderungen stehen, ist es für uns nicht nachvollziehbar, dass offenbar sämtliche Bedenken hintenangestellt werden, wenn es darum geht, den Spielbetrieb möglichst lange aufrechtzuerhalten, bzw. erneut zu starten.

Ganz offensichtlich hat der Profifußball viel tieferliegende Probleme. Ein System, in das in den letzten Jahren Geldsummen jenseits der Vorstellungskraft vieler Menschen geflossen sind, steht innerhalb eines Monats vor dem Kollaps. Der Erhalt der Strukturen ist vollkommen vom Fluss der Fernsehgelder abhängig, die Vereine existieren nur noch in totaler Abhängigkeit von den Rechteinhabern. 

Die Frage, weshalb es trotz aller Millionen keinerlei Nachhaltigkeit im Profifußball zu geben scheint, wie die Strukturen und Vereine in Zukunft robuster und krisensicherer gemacht werden können, wurde zumindest öffentlich noch von keinem Funktionär gestellt. Das einzig kommunizierte Ziel ist ein möglichst schnelles ,,Weiter so!‘‘, das jedoch lediglich einer überschaubaren Zahl an Beteiligten weiterhin überragende Einkünfte garantiert. Das Gerede von zigtausenden Jobs halten wir schlicht in den meisten Fällen für einen Vorwand, weiterhin exorbitante Millioneneinkünfte für wenige extreme Profiteure zu sichern. Dies zeigt sich auch in der absoluten Untätigkeit des DFB, im Hinblick auf den Fußball unterhalb der 2. Bundesliga. Dass Geisterspiele hier viel stärkere Folgen hätten, als in den Ligen der DFL, wird ausgeblendet. Hauptsache das „Premiumprodukt“ kann weiterexistieren. Hier wird der DFB seiner Rolle nicht nur nicht gerecht, er zeigt auch wiederholt, wessen Interessen er vertritt.

Seit Jahren fordern Fans Reformen für eine gerechtere Verteilung der TV-Einnahmen und kritisieren die mangelnde Solidarität zwischen großen und kleinen Vereinen. Wir weisen auf Finanzexzesse, mangelnde Rücklagenbildung und die teils erpresserische Rolle von Spielerberatern hin. Die Gefahr der Abhängigkeit von einzelnen großen Geldgebern haben wir anhand von Beispielen wie 1860 München, Carl Zeiss Jena und anderen immer wieder aufgezeigt.

Spätestens jetzt ist es aller höchste Zeit, dass sich Fußballfunktionäre ernsthaft mit diesen Punkten auseinandersetzen. Die jetzige Herausforderung ist auch eine Chance: Die Verbände sollten diese Krise als solche begreifen und die Strukturen des modernen Fußballs grundlegend verändern. Es ist höchste Zeit!

In diesem Zusammenhang fordern wir:

  • Der aktuelle Plan der DFL, den Spielbetrieb im Mai in Form von Geisterspielen wieder aufzunehmen, darf nicht umgesetzt werden. Wir maßen uns nicht an, zu entscheiden, ab wann der Ball wieder rollen darf. In einer Situation, in der sich der Fußball auf diese Weise so dermaßen vom Rest der Gesellschaft entkoppeln würde, darf es jedoch nicht passieren. 
  • Eine sachliche Auseinandersetzung mit der aktuellen Lage muss forciert und eine Abkehr vom blinden Retten der TV-Gelder vollzogen werden. Auch ein möglicher Abbruch der Saison darf kein Tabu sein, wenn die gesellschaftlichen Umstände es nicht anders zulassen. In diesem Fall sollten nicht nur Horrorszenarien in Form von drohenden Insolvenzen skizziert werden, sondern Lösungsmöglichkeiten in Form von Förderdarlehen, erweiterten Insolvenzfristen und anderen Kriseninstrumenten, denen sich auch die restliche Wirtschaft stellt, diskutiert werden. 
  • Eine kommende Lösung muss maximal solidarisch sein. Es darf unter den Vereinen keine Krisengewinner – und verlierer geben. Die Schere zwischen ,,groß‘‘ und ,,klein‘‘ darf nicht noch weiter auseinandergehen. Ausdrücklich schließen wir damit auch die Vereine der dritten Liga und der Regionalligen mit ein, für die Geisterspiele ohnehin keine Option sind.
  • Die Diskussion über grundlegende Reformen, um den Profifußball nachhaltiger und wirtschaftlich krisensicherer  zu gestalten, muss jetzt beginnen. Sie darf nicht nur von Fans und Journalisten geführt werden, sondern ist die zentrale Aufgabe der Verantwortlichen der Clubs und Verbände.Strukturen und Vereine müssen auf einen finanziell und ideell sicheren Boden zurückgeholt werden. Dabei muss die 50+1-Regel weiterhin unberührt bleiben. 

Die Phase einer von der restlichen Gesellschaft komplett entkoppelten Fußballwelt muss ein Ende haben!

Fanszenen Deutschlands im April 2020

Eintracht hilft! | 3. Großprojekt „In Eintracht für Obdachlose“ gestartet

9. April 2020

Die Corona-Pandemie bedroht nicht nur die bekannten Risikogruppen, sie stellt auch eine Gefahr für die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft, die mindestens 400 Obdachlosen in Braunschweig, dar. Der Malteser Hilfsdienst e.V. und das Aktionsbündnis „Eintracht hilft“ haben deshalb das Gemeinschaftsprojekt „In Eintracht für Obdachlose“ gegründet, um die bestehenden Hilfsangebote zur Betreuung und Versorgung wohnungsloser Menschen in Braunschweig sinnvoll zu ergänzen.

Ziel des Projekts ist die Versorgung von obdachlosen Menschen in Braunschweig mit einer kostenlosen warmen Mahlzeit, Heiß- und Kaltgetränken sowie Produkten der täglichen Hygiene.

Der Ausgabeort befindet sich am sogenannten Gabenzaun zwischen Karstadt Braunschweig und der Karstadt Hochgarage. Dort werden die Versorgungsgüter durch ehrenamtliche Helfer bereitgestellt und ausgegeben. Der Start erfolgt am Karfreitag. Von diesem Tag bis zum Ostermontag ist die Ausgabe täglich zwischen 18.30 und 19.30 Uhr geöffnet, ab der 16. Kalenderwoche erfolgt die Ausgabe jeweils mittwochs und freitags in der Zeit von 18.30 bis 19.30 Uhr.

Unsere Gruppe stellt ein Budget in Höhe von 4.500,- Euro zur Verfügung. Die Gelder stammen aus dem Cattiva-Hallenturnier von 2019 und konnten bis jetzt noch nicht eingesetzt werden, da ein Obdachlosen-Projekt des Inklusions-Fan-Clubs „Eintracht Inklusiv“ nicht umgesetzt werden konnte. Die Aktion beinhaltet alles, was wir uns für unsere sozialen Projekte wünschen: Eintracht-Fans und karitative Einrichtungen arbeiten Hand in Hand für soziale benachteiligte Menschen in unserer Stadt. Es ist uns daher eine Herzensangelegenheit dieses Projekt auch finanziell zu unterstützen.

Darüber hinaus beteiligt sich der Rotary-Club Braunschweig für den Anfang mit 2.500,- Euro an dem Projekt, dass vorerst bis Ende Mai 2020 befristet ist. Sollte ein erhöhter Bedarf festgestellt werden, kann das Angebot auf weitere Wochentage ausgedehnt werden.

Spenden sind jederzeit willkommen und können auf das Konto der Eintracht Braunschweig-Stiftung, IBAN: DE82270200006800083161 mit dem Verwendungszweck Eintracht hilft“ eingezahlt werden.

Abschließend möchten wir uns bei allen bedanken, die sich künftig auch in diesem Projekt ehrenamtlich engagieren.

In Eintracht für Braunschweig!

Cattiva Brunsviga am 09.04.2020

Eintracht hilft! | 2. Großprojekt „Eintracht näht“ gestartet

4. April 2020

Wie bereits kommuniziert, haben wir unser vor 2 Wochen gestartetes Projekt „Blau-gelbe Einkaufshelfer unterwegs“ bis zum 20.04.2020 verlängert.

Nun wollen wir mit unserem Projektverbund „Eintracht hilft“ bestehend aus der Fanabteilung des BTSV, dem FanRat Braunschweig e.V., der Ultrà-Szene BTSV Eintracht 1895 und Eintracht Braunschweig, parallel das zweite große Projekt angehen, dass unter dem Motto „Eintracht näht“ an diesem Wochenende startet.

Nach dem wir bereits unsere ehrenamtlichen Einkaufshelfern mit Behelfsmasken ausgestattet haben, rattern derzeit schon kräftig die Nähmaschinen, damit auch die Helfer der Tafel, die am kommenden Dienstag in Braunschweig wieder öffnet, versorgt sind. An dieser Stelle bereits ein Dank an alle, die bisher gespendet haben und derartige Projekte finanzierbar machen. Wer unsere Arbeit im Projektverbund „Eintracht hilft“ unterstützen möchten, kann auf das nachfolgende Konto spenden:

Eintracht Braunschweig Stiftung
Volkswagen Bank
IBAN: DE82270200006800083161
BIC: VOWADE2BXXX
Verwendungszweck (wichtig!): Eintracht hilft!

Vor kurzem ist unser Oberbürgermeister mit der dringenden Bitte an unser Projekt-Bündnis herangetreten, 4.000 Masken für die Bediensteten der Stadt Braunschweig zu nähen. Eine Herausforderung, der wir uns gerne stellen, da wir unsere Erfahrung aus unzähligen Choreografien und das unglaubliche große soziale Engagement der Fanszene mitbringen.

So geht’s:
Alle, die nähen können und mithelfen wollen, können entweder von Montag bis Freitag zwischen 10 und 14 und samstags von 10 bis 12 Uhr bei der „Eintracht hilft“ Hotline unter 0531 – 2323043 anrufen oder sich unter der Email-Adresse eintrachtbraunschweignaeht@gmx.de anmelden und schreiben, wie viele Nähpakete benötigt werden.

Die Nähpakete beinhalten die bereits zugeschnittenen Materialien für 20 Behelfsmasken und einer Anleitung, die unter Beachtung der Hygienevorschriften durch ehrenamtliche Helfer nach Hause geliefert und die fertig genähten Masken wieder abgeholt werden. Bei der Aktion für die Stadt Braunschweig entstehen den ehrenamtlichen Näherinnen und Nähern keinerlei Kosten für die Stoffe und die Gummikordeln.

Abschließend möchten wir uns bei allen, die sich in dieser besonderen Situation einträchtig engagieren bedanken und freuen uns, wenn wir weitere Unterstützer dazu gewinnen können!
In Eintracht – für Braunschweig!

Ultrà-Szene – BTSV Eintracht 1895