(Fotos) Eintracht – Sandhausen
11. September 2017
Rückblick Informationsveranstaltung
31. August 2017
(Fotos) Kaiserslautern – Eintracht
31. August 2017
Update: Infoveranstaltung am 30.08.2017
28. August 2017
An dieser Stelle möchten wir noch die letzten Infos für die Informationsveranstaltung am kommenden Mittwoch um 18:30 Uhr (im FanHaus oder Block 9) verkünden:
Wir weisen darauf hin, dass Pressevertretern der Zugang zur Informationsveranstaltung verwehrt wird. Wir haben ein großes Interesse daran, dass sich alle anwesenden Fans frei und ehrlich äußern können.
Des Weiteren haben wir bislang versäumt darauf hinzuweisen, dass wir am Mittwoch kühle Getränke und lecker Gegrilltes anbieten werden, sodass das Abendbrot diesmal am FanHaus stattfindet.
Wir erneuern somit nochmals unseren Aufruf:
Diskutiert nicht in den sozialen Netzwerken und Internetforen über, sondern im realen Leben mit uns! Kommt zahlreich zum FanHaus – Eintracht lebt in der Kurve und nicht im Internet!
Informationsveranstaltung zur aktuellen Situation
21. August 2017
Wie bereits im Südkurvenecho gegen Aue angekündigt, werden wir am 30.08.2017 eine Info-/ Diskussionsveranstaltung organisieren, die sich mit der aktuellen Situation auf den Rängen auseinandersetzt.
Zum einen möchten wir euch informieren, warum sich derzeit Fanszenen in ganz Deutschland vernetzen und den Protest lautstark und plakativ in die Stadien tragen, was konkret beim Treffen mit dem DFB gesagt wurde und wie es künftig weitergehen soll.

Zum anderen möchten wir euch erläutern, warum wir derzeit auf das organisieren der Stimmung und auf sämtliche optische Elemente verzichten. An dieser Stelle nehmen wir bereits vorweg, dass die Gründe in erster Hinsicht weder mit dem DFB, noch mit der aktuell hohen Anzahl an Stadionverbotlern zu tun haben und wir auch keinen Stimmungsboykott ausgerufen haben. Vielmehr ist der Umgang der Verantwortlichen von Eintracht Braunschweig – insbesondere mit der aktiven Szene – und die Entwicklung des Vereins (nicht sportlich!) an einem Punkt angelangt, an dem uns schlichtweg die Lust vergangen ist, Teil dieses „Events“ zu sein.
Im Anschluss wollen wir uns die Zeit nehmen, um uns euer Feedback anzuhören und in die Diskussion einzusteigen.
Wann? 30.08.2017
Uhrzeit? 18:30 Uhr
Wo? FanHaus
Beachtet bitte folgende Info:
Sollte das Interesse an der Veranstaltung die Kapazität des FanHauses übersteigen, wird die Veranstaltung kurzfristig im Block 9 stattfinden. Dieser wird bis zum Ende geöffnet bleiben.
Zum Abschluss noch eine Bitte: Diskutiert nicht in den sozialen Netzwerken und Internetforen über, sondern im realen Leben mit uns! Kommt zahlreich zum FanHaus – Eintracht lebt in der Kurve und nicht im Internet!
(Fotos) Eintracht – Aue
20. August 2017
(Fotos) Kiel – Eintracht
17. August 2017
ProFans bezieht Stellung zum “Dialog-Angebot” von DFB-Präsident Reinhard Grindel
17. August 2017
Erstaunt haben die ProFans angeschlossen Gruppen die heute vom DFB veröffentlichte Erklärung seines Präsidenten Herrn Grindel zur Kenntnis genommen. ProFans stimmt der Aussage zu, wie wichtig die Fankultur mit all ihren sozialen Werten für den Fußball ist, und dass diese Erkenntnis einen Grund zum Umdenken gibt.
Die Abkehr von Kollektivstrafen sowie von Bestrafungen auf Grundlage von Vermutungen ist längst überfällig. Auch die Wahrnehmung demokratischer Rechte in den Vereinen durch die Fanbasis zählt zur Kultur des Umgangs und zu den sozialen Werten des Fußballs. Wir haben noch nie verstanden, warum die Vorstellungen von einem emotionalen und sicheren Stadionerlebnis weit auseinanderliegen sollten. Nun endlich scheint die DFB-Spitze zu erkennen, dass der von ProFans Anfang 2016 auf den Tisch gelegte Vorschlag für einen Neuanfang eines Dialogs, der von Augenhöhe, Ernsthaftigkeit und Konstruktivität geprägt ist, dringend aufgegriffen gehört.
Der Einladung zur Arbeitsgruppe Fankulturen ist ProFans seither bekanntlich aus guten Gründen nicht gefolgt:
– In zehn Jahren des Fandialogs seit 2007 wurden nahezu keine Fortschritte im Sinne der Fankultur erreicht. Hinweise von ProFans-Vertretern über wachsende Unzufriedenheit und Zuspitzungen der Lage wurden nicht gehört.
– Hingegen haben die Verbände die Aushöhlung der 50+1-Regel hofiert, das Dikat des Kommerzes vorangetrieben und die Freiräume für Fans immer weiter beschränkt. Wichtige Entscheidungen wie die über die Einstellung der Gespräche zum sicheren Pyrotechnik-Einsatz, das Sicherheitspapier 2012 oder mehrere Verschärfungen der Stadionverbotsrichtlinie wurden vom DFB ohne Beteiligung des Fandialogs getroffen.
– Die in all den Jahren einzige konstruktive Einigung, nämlich über die Freigabe von Fanuntensilien, hatte der Vorsitzende der zuständigen DFB-Kommission, Große Lefert durch eine öffentliche Erklärung entwertet; danach wurde diese Initiative bis heute praktisch nicht umgesetzt.
– Die angebliche Wertschätzung aktiver Fans und Ultras wurde allzu oft durch gegenteilige Aussagen wie “Totengräber des Fußballs” ad absurdum geführt.
– Auch die 2016 installierte Arbeitsgruppe Fankulturen hat bis heute lediglich freundliche Fotos und unverbindliche Erklärungen produziert.
All das hat gezeigt, dass der DFB strukturell zu einem verlässlichen Dialog bislang nicht in der Lage war; auch nicht nach Übernahme der Federführung der DFL für die Arbeitsgruppe Fankulturen. Das Bündnis Aktiver Fußballfans hatte sich übrigens schon weit eher als ProFans von den ergebnislosen Gesprächsrunden verabschiedet.
Wenn jetzt ein Umdenken eingesetzt hat, begrüßt ProFans ausdrücklich einen Neuanfang eines Fandialogs, dessen Konstruktivität sich auch in dessen Struktur zeigt. Dazu gehören für uns die direkte Beteiligung kompetenter Entscheidungsträger, eine Einbeziehung der Vereine und größtmögliche Rücksichtnahme auf die ehrenamtlichen Fanvertreter, die ihre ohnehin durch Wochentagsspiele dezimierten Urlaubstage daransetzen.
Es bedarf dazu einer neuen, höherrangig angebundenen Dialogstruktur, die die Vereine direkt mit einbezieht. Diese sollte jetzt unverzüglich gemeinsam entwickelt werden. ProFans bietet dafür die Mitarbeit an.
ProFans im August 2017
(Fotos) Eintracht – Heidenheim
8. August 2017
GEGEN KOLLEKTIVSTRAFEN
Am vergangenen Samstag stand für unsere Eintracht nun auch das erste Heimspiel der Saison auf dem Plan und mit ihm die Blocksperre als Konsequenz aus dem jüngsten DFB-Urteil. Der Block 9 blieb demnach geschlossen und es galt eine Alternative zu finden. Bereits im Vorfeld hatte der FanRat Braunschweig e.V. dazu mit Eintracht Kontakt aufgenommen und angefragt, ob die Möglichkeit bestünde, dass die von der Blocksperre betroffenen Fans, die im Besitz einer Dauerkarte sind, ein Vorkaufsrecht für die Nordkurve erhalten könnten, so wie es die SG Dynamo Dresden dem K-Block ermöglichte, als dieser im Folge einer DFB-Strafe gesperrt wurde. Dies wurde seitens der Verantwortlichen aus „Organisations- und Kapazitätsgründen“ abgelehnt, sodass wir uns dazu entschieden, offiziell keinen alternativen Standort auszurufen und unseren „Protest“ gegen die kollektive Bestrafung des Neuners anderweitig ins Stadion zu tragen. Im Vorfeld des Spiels kam es daher zum Austausch mit der Fanszene des 1. FC Heidenheim, um den groben Ablauf des Spieltages festzuhalten.

Am Donnerstag vor dem Spieltag saßen dann Vertreter der Blau-Gelben Hilfe mit den Verantwortlichen von Eintracht zusammen, um über die Aufenthaltsmöglichkeiten der mittlerweile großen Anzahl an Eintracht-Fans mit Stadionverbot zu sprechen. Auch wenn es in den letzten Jahren weder in der Stadiongaststätte „Wahre Liebe“, noch im FanHaus zu nennenswerten Komplikationen kam, ist neuerdings die dortige Anwesenheit der Stadionverbotler untersagt. Hier hätten wir uns zumindest einen Vertrauensvorschuss, statt eine Vorverurteilung gewünscht. Mit einem gemeinsamen Anlaufpunkt am Fanhaus, hätte man die Stadionverbotler zudem auf einem Haufen, was Reibungspunkte mit der Polizei im Stadionumfeld vorbeugen würden. Auch ein Austausch mit der Fanbetreuung und den Fanvereinen ist künftig deutlich erschwert. Schlussendlich bleibt ein weiterer fader Beigeschmack…
Am Spieltag selbst gelangten etwa 80 Ultras über verschiedene Wege in den Gästeblock, nachdem mehrere tausend Flugblätter an allen Eingängen verteilt wurden, die unsere Haltung zur DFB-Strafe thematisierten. Dort wurden wir Zeuge, wie den Heidenheimern die Mitnahme von Spruchbändern untersagt wurde. Wir kontaktierten daraufhin die Blau-Gelbe Hilfe und unsere Fanbetreuung, um das Problem zu lösen. Unglaublicherweise bekamen sowohl die Gäste, als auch wir daraufhin die Info, dass der Vorstand des 1. FC Heidenheim im Vorfeld die Verantwortlichen von Eintracht kontaktierten und darum baten, sämtliche Spruchbänder zu verbieten (Anm.: Auch in Heidenheim knistert es zwischen Verein und aktiver Fanszene). Das Eintracht der Bitte nachkam und die Spruchbänder ohne inhaltliche Prüfung verbot, löste in uns nur noch Fremdscham, Wut und Fassungslosigkeit aus. Mit den Wortlauten:
„Solidarität ist unsere größte Waffe – gegen Kollektivstrafen! und
„Ihr könnt uns alles verbieten, uns aussperren oder was auch immer – brechen werdet ihr uns nie!“
wurden keinesfalls „Grenzen“ überschritten. Dieses Verbot reiht sich demnach nahtlos in die befremdliche Entwicklung unseres Vereins ein.

Das Verhalten im Gästeblock war das gesamte Spiel über von gegenseitigem Respekt und dem gemeinsamen Willen geprägt, die Blocksperren-/Kollektivstrafenpraxis des DFB ad absurdum zu führen und ein entsprechendes Zeichen zu setzen. Demnach bleibt die Erwartung, dass die Herren aus Frankfurt daraus ihre Lehren ziehen, diese äußerst fragwürdige Praxis überdenken und ein für alle Mal abschaffen. Wir werden jedenfalls nicht klein beigeben und auch künftig Mittel und Wege finden, um einen Widerstand zu formen.
Gegen Kollektivstrafen – stärker als eure Verbote!
(Fotos) Düsseldorf – Eintracht
6. August 2017